Die Otto Group ist jetzt kleiner, aber viel effizienter

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Die Otto Group hat About You verkauft, Bonprix schwächelt, und trotzdem springt der Gewinn von 276 auf 641 Millionen Euro. Wie das geht? Auch Inkasso spielt dabei eine Rolle.Der verkleinerte Hamburger Handelskonzern Otto Group hat im jüngsten Geschäftsjahr den Gewinn nahezu verdoppelt. Der Umsatz hingegen entwickelte sich rückläufig, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Konzernchefin Petra Scharner-Wolff sprach angesichts der schwachen Verbraucherstimmung von einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Maßgeblich für den Umsatzrückgang war der Verkauf der Konzerntochter About You an Wettbewerber Zalando, der im Juli 2025 abgeschlossen wurde. Otto und Zalando sind in Deutschland die umsatzstärksten heimischen Onlinehändler. Eher schwach entwickelte sich zudem die Otto-Kleidungsmarke Bonprix, die unter der getrübten Konsumstimmung und zunehmendem Wettbewerb litt.Der Umsatz ging um rund 7,4 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg von 276 auf 641 Millionen Euro. Nach Steuern verblieben 312 Millionen Euro. Scharner-Wolff erklärte den höheren Gewinn mit dem Wachstum der Plattform otto.de, dem Ergebnis des profitablen Finanzdienstleisters Eos und Kosteneinsparungen. Otto verdient im Plattformgeschäft ähnlich wie Amazon an Verkäufen und an Händlern, die die Plattform nutzen und Waren bewerben. Der von Verbraucherschützern in den vergangenen Jahren wegen seines Geschäftsgebarens wiederhol tkritisierte Finanzdienstleister Eos setzt international Forderungen durch. Das Geschäftsjahr der Otto Group schloss Ende Februar. Scharner-Wolff hatte im März vergangenen Jahres, also mit Beginn des Geschäftsjahres, die Konzernleitung übernommen.lno/jlau

First seen: 2026-05-28 14:11

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