Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf ein Wohnheim im besetzten Luhansk spricht Putin von einem „Terrorakt“ – mindestens 6 Menschen sollen getötet worden sein. Kiew bestreitet, ein ziviles Ziel attackiert zu haben.Kremlchef Wladimir Putin hat nach einem ukrainischen Angriff auf ein Studentenwohnheim in dem von Russland besetzten Gebiet Luhansk von einem „Terrorakt“ mit vielen Toten gesprochen. Es gebe bisher mindestens sechs Tote, 39 Verletzte und 15 Vermisste, sagte Putin in Moskau zum Auftakt eines Treffens mit Absolventen des staatlichen Ausbildungsprogramms „Zeit der Helden“. Das Gebäude einer Berufsschule in Starobilsk war in der Nacht nach russischen Angaben von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. „Es gibt keinerlei militärische Einrichtungen, Einrichtungen der Geheimdienste oder verwandter Dienste in der Nähe des Wohnheims“, behauptete Putin. Niemand könne sagen, dass das Gebäude zufällig getroffen worden sei. Der Fall zeige, dass sich die Lage für die Ukraine von einer kritischen hin zu einer katastrophalen Situation wandle. Das Land wolle mit solchen „Verbrechen“ ablenken von den Verhältnissen im Land und an der Front.Ukraine weist Vorwürfe aus Moskau zurückDagegen teilte der ukrainische Generalstab am Abend mit, dass im Bereich der Stadt Starobilsk eines der Hauptquartiere der russischen militärischen Spezialeinheit „Rubikon“ getroffen worden sei. Die Einheit habe sich mit dem Bau von Drohnen befasst, die regelmäßig für Angriffe auf die Zivilbevölkerung und zivile Objekte auf dem Territorium der Ukraine eingesetzt würden. Die Militärführung in Kiew betonte, sich selbst an das humanitäre Völkerrecht zu halten und keine zivilen Ziele anzugreifen.Beide Kriegsparteien behaupten stets, nur militärische Ziele anzugreifen. Trotzdem kommt es auf beiden Seiten immer wieder zu Toten und Verletzten unter Zivilisten sowie zur Zerstörung ziviler Infrastruktur. Die Verluste durch die russischen Angriffe in der Ukraine sind dabei um ein Vielfaches höher.Lese...
First seen: 2026-05-22 19:24
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