„Unsere Baupolitik, die auf Investitionen, Beschleunigung und die Reduzierung der Baukosten setzt, zeigt bereits Wirkung“, sagte Hubertz der Zeitung weiter. „Wir investieren Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau.“ In Kürze stelle ihr Ministerium das Baugesetzbuch-Upgrade vor, das Planungs- und Genehmigungsprozesse noch einmal deutlich beschleunigen werde. Das Bauministerium arbeite zudem „intensiv“ am Gebäudetyp E für günstiges Bauen „und der Einführung einer Zwei-Programme-Förderwelt“. Hubertz kündigte außerdem eine Verlängerung des Förderprogramms EH55-Plus auch über den 30. Juni 2026 hinaus an. „All das wird helfen, auch in einer weiterhin schwierigen Lage die Fertigstellungszahlen wieder nach oben zu bringen“, zeigte sie sich überzeugt. Mit 306.400 neuen Wohnungen hatte die Bautätigkeit im Jahr 2020 ein 20-Jahres-Hoch erreicht. Seitdem sinkt die Zahl. 2021 bis 2023 waren der Statistikbehörde zufolge jeweils noch rund 294.000 neue Wohnungen hinzugekommen.Die Zahlen enthalten laut der Statistikbehörde sowohl neu geschaffene Wohnungen in Alt- und Neubauten als auch in Nichtwohngebäuden, etwa Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden. In Ostdeutschland fiel der jüngste Rückgang prozentual mehr als doppelt so stark aus wie im Westen.Der Trend zu weniger Wohnfläche setzte sich fort. Eine Neubauwohnung hatte im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Wohnfläche von 95,2 Quadratmetern. „Die bisher größte durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche Wohnungsgröße ab“, erklärten die Statistiker.Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr dagegen um 10,6 Prozent auf 238.100 und übertraf die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Der Bauüberhang, das sind bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, bewegte sich den Angaben zufolge zum Jahresende 2025 mit 760.700 Wohnungen auf Vorjahresniveau.
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