Seit Anfang November 2025 ist es im gesamten Bahnhof Altona nicht mehr gestattet, Alkohol zu konsumieren. Genauso wie am Hauptbahnhof verlagerte sich das Elend von Anfang an nach draußen. Doch wie bewertet die Bahn die Maßnahme nach mehr als einem halben Jahr? Die Deutsche Bahn begründete das Alkoholverbot im Herbst 2025 mit positiven Erfahrungen am Hauptbahnhof: Dort habe es Konflikte und Reinigungsarbeiten reduziert, diese Erfolge wolle man auch in Altona erreichen. Von Anfang an gab es vor allem Kritik: Sozialarbeiter und andere Akteure befürchteten, das Elend würde nur verlagert, die Ursache nicht bekämpft werden. Diese Vorahnung bestätigte sich von Anfang an, wie die MOPO bereits im November berichtete. Alkoholverbot am Bahnhof Altona: Die Bahn zieht ein Fazit Auch heute kommt es insbesondere im Bereich rund um den ehemaligen McDonald’s immer wieder zu größeren alkoholisierten Menschenmengen, Geschrei und Streit. Von einer Problemlage will das Bezirksamt Altona aber nichts wissen: „Ob das Alkoholverbot im Bahnhof Altona dazu führt, dass die umliegenden öffentlichen Flächen stärker als bislang und somit als ‚Ausweichfläche‘ genutzt werden, ist dem Bezirksamt Altona nicht bekannt. Eine Beschwerdelage in diesem Zusammenhang liegt dem Bezirksamt Altona nicht vor“, schreibt dessen Sprecher Mike Schlink. Das könnte Sie auch interessieren: „Menschenunwürdig“ – Ukrainer zeigt Ekel-Fotos aus Hamburger Unterkunft Die Deutsche Bahn ist indes noch zufriedener mit der Maßnahme. „Mit der Einführung des Alkoholkonsumverbots verzeichnen wir im Bahnhof Altona deutlich weniger Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss. Dadurch hat sich auch das Sicherheitsgefühl für Reisende verbessert und zudem ist der Reinigungsaufwand zurückgegangen“, schreibt eine Sprecherin. Sie weist erneut darauf hin, dass das Verbot „den gesamten Bahnhof einschließlich aller Zuwegungen innerhalb des Gebäudes und der Bahnsteige“ umfasse. Für die Bereiche drumherum sei man nicht zuständig.
First seen: 2026-05-23 07:31
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