Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die Rettungsaktion für den inzwischen gestorbenen Buckelwal verteidigt. »Was wir in Deutschland versucht haben, war einmalig: einen jungen Wal zu retten, ihm seine Freiheit zu schenken«, sagte Backhaus dem Stern. Er habe sich verantwortlich gefühlt und eine »emotionale Bindung« zu dem Tier aufgebaut. Backhaus verwies auf die vielzähligen Besuche seiner Landesregierung bei dem gestrandeten Tier. »Gucken Sie mal nach Schleswig-Holstein. Wer von der Regierung war denn da wie oft vor Ort? Wir als Landesregierung haben uns gekümmert«, sagte Backhaus. Der Umweltminister für Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus bei einer Pressekonferenz im April. © Danny Gohlke/AFP/Getty Images Der als Timmy bekannt gewordene Wal war wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umhergeirrt und mehrfach gestrandet. Nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen gab Backhaus schließlich seine Zustimmung zu einem Rettungsversuch einer Privatinitiative. Das Tier wurde in die Nordsee und schließlich ins offene Meer gebracht. Mitte Mai wurde der Wal dann tot vor Dänemark entdeckt. Das Verfahren war im Vorfeld kritisiert worden, unter anderem von jenen Gutachtern, die Backhaus zuvor beauftragt hatte. Der Umweltminister begründete seine Entscheidung damit, dass sich die Lage seit dem letzten Gutachten geändert hatte. »Die Wissenschaft kann sich im Übrigen auch irren. So wurde gesagt, der Wal könnte in fünf Tagen sterben, vielleicht auch in 21.« Letztlich habe er doch länger gelebt.
First seen: 2026-05-23 10:34
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