In der Nacht hat Russland Kyjiw und weitere ukrainische Städte und Gemeinden mit Raketenangriffen überzogen. Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte zwei Tote in der Hauptstadt; zwei weitere Menschen wurden in der Hauptstadtregion getötet. Insgesamt wurden in Kyjiw 69 Menschen verletzt, 36 davon mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, darunter zwei Kinder. Landesweit gab es laut Präsident Wolodymyr Selenskyj etwa 100 Verletzte. Laut Bürgermeister Klitschko sind in allen Stadtteilen Kyjiws Schäden durch die nächtlichen Angriffe zu verzeichnen. Selenskyj sprach von insgesamt 30 beschädigten zivilen Wohnhäusern in der Hauptstadt. Nach Angaben des ukrainischen Militärs setzte Russland bei dem Angriff 54 Marschflugkörper, 33 ballistische Raketen, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, drei Zirkon-Hyperschallflugkörper und 600 Drohnen ein. 549 Drohnen, 44 Marschflugkörper und 11 ballistische Raketen seien abgeschossen worden. Selenskyj schrieb auf X, der Angriff habe sich gegen gewöhnliche Wohngebäude und Schulen gerichtet. Einer der ältesten Lebensmittelmärkte Kyjiws brannte aus. Auch das Tschernobyl-Museum, das der AKW-Katastrophe von 1986 gewidmet ist, wurde teilweise zerstört. Selenskyj besuchte den Ort gemeinsam mit Innenminister Denys Klymenko persönlich am Morgen nach den Angriffen. Auch das nationale Kunstmuseum und die Kyjiwer Oper wurden durch die russischen Angriffe beschädigt. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teilte mit, das Gebäude des ukrainischen Außenministeriums sei zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg beschädigt worden – das Haus wurde 1939 errichtet. Ebenfalls getroffen wurden die Kyiv School of Economics sowie das Hauptamt des staatlichen Steuerdienstes. »Rausgerissene Fensterrahmen, überall Splitter« Auch das ARD-Studio Kyjiw sowie die Redaktion des ukrainischen Nachrichtenmediums Unian wurden getroffen und dabei schwer beschädigt. ARD-Studioleiter Vassili Golod sagte der ZEIT: »Rausgerissene Fensterrahmen, überall ...
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