Hunderte ziehen mit Fackeln durch Coburg – Gegner sprechen von „nationalistischem Schauspiel“

https://www.welt.de/feeds/latest.rss Hits: 3
Summary

Alljährlich treffen sich in Coburg Mitglieder von Studentenverbindungen zu einem Kongress. In diesem Jahr versammelten sich 700 Gegendemonstranten. Sie werfen der Veranstaltung eine „martialische Inszenierung“ vor.Zahlreiche Mitglieder von Studentenverbindungen, Landsmannschaften und Turnerschaften sind in Coburg bei einem Fackelzug durch die Innenstadt gezogen. Der Zug ist der Höhepunkt des Pfingstkongresses des Coburger Convents (CC). Vor allem am Fackelzug stören sich Kritiker der Veranstaltung, sodass es am Abend auch zahlreiche Gegenveranstaltungen gab.Zu Protesten hatten nach einem Bericht des „Fränkischen Tags“ etwa die Jusos Coburg, die Grüne Jugend Coburg sowie die Omas gegen Rechts aufgerufen. In einem Aufruf für ein „Anti-CC-Picknick“ machten die Protestler etwa klar: „Der Fackelumzug ist für uns das Symbol eines überholten Gesellschaftsbildes, das keinen Platz in einer modernen Demokratie hat.“Wenn Tausende Männer im Gleichschritt mit brennenden Fackeln durch die Stadt zögen, sei dies eine „martialische Inszenierung“, die in ihrer Ästhetik und Symbolik „bewusst“ an dunkle Zeiten der deutschen Geschichte erinnere.Der Fackelmarsch sei manchen Kritikern zufolge eindeutig politisch aufgeladen. Es müsse „endlich Schluss sein mit dem nationalistischen und kriegsverherrlichenden Schauspiel des Coburger Convents“, forderte die Initiative „Studentenverbindungen auflösen“.Insgesamt kamen nach Polizeiangaben rund 700 Gegendemonstranten zusammen, während an dem Fackelzug etwa 1700 Menschen beteiligt waren. Dies entspreche in etwa dem Aufkommen im letzten Jahr. Genaue Zahlen gebe es bisher nicht. Die Polizei sprach von einem „üblichen Spektrum“ an Delikten wie Diebstählen und Beleidigungen im Rahmen der Veranstaltung.Zusätzlich kam es laut Polizei zu einem Farb- und Buttersäureanschlag auf ein Ehrendenkmal der Stadt Coburg auf dem Theaterplatz. Die Täter seien unbekannt, Spuren seien gesichert worden. Allgemein sei es aber ruhiger als die letzten Male gewesen, hieß e...

First seen: 2026-05-26 06:29

Last seen: 2026-05-26 08:30