Botschafter warnt vor „immensem Aufwuchs“ – Deutschlands EU-Beiträge könnten um 80 Prozent steigen

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Die Pläne von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zum EU-Haushalt sorgen für Alarmstimmung bei den Nettozahler-Ländern. Deutschlands EU-Botschafter warnt offenbar vor einem „immensen Aufwuchs“, der „schlicht nicht leistbar“ sei.Der Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, Thomas Ossowski, warnt laut einem Medienbericht vor einem „immensen Aufwuchs“ von Deutschlands Beiträgen zum EU-Haushalt. Darüber berichtet das Portal „The Pioneer“ mit Verweis auf eine EU-Ratssitzung in Brüssel am Dienstag.Deutschlands Beiträge zum EU-Haushalt könnten ab 2028 um 75 bis 80 Prozent steigen, soll Ossowski zu Bedenken gegeben haben. Dieser Anstieg sei für Deutschland angesichts knapper Kassen „schlicht nicht leistbar“, zitiert ihn „Pioneer“ aus der Ratssitzung.Lesen Sie auchWeltplus ArtikelEU-BudgetFür Alarmstimmung sorgen demnach Pläne zum EU-Haushalt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die gerade in die heiße Phase gingen. Schon im vergangenen Sommer hatte sie für die Jahre 2028 bis 2034 einen Haushalt in Höhe von knapp zwei Billionen Euro vorgeschlagen. Es wäre eine Rekordsumme: Noch nie in ihrer Geschichte sollte die EU so viel Geld erhalten. Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, reagierten skeptisch – die Finanzierung läge bei ihnen.Laut „The Pioneer“ haben sich im Vorfeld der Ratssitzung Vertreter „gleichgesinnter Staaten“ getroffen, die sich gegen eine Erhöhung der Beiträge stellen. Darunter sollen Finnland, Dänemark, die Niederlande, Österreich, Irland, Belgien und (als Beobachter) Frankreich teilgenommen haben. Auch der deutsche Botschafter Ossowski war dem Bericht zufolge dabei. Auf der anderen Seite stehen Länder wie etwa Polen, Italien, Spanien und Portugal. Das Politik-Portal „Euractiv“ berichtet über einen „Aufstand gegen die roten Linien Deutschlands“ beim EU-Haushalt von 16 EU-Staaten aus Süd- und Osteuropa. In einer Mitteilung am Montag riefen sie dazu auf, den langfristigen Haushalt der EU aufzu...

First seen: 2026-05-27 07:45

Last seen: 2026-05-27 08:47