Frühjahrsgutachten Wirtschaftsweise senken Prognose deutlich Stand: 27.05.2026 • 10:00 Uhr Die Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft drastisch nach unten korrigiert. Langfristig dürften auch die steigenden Sozialversicherungsbeiträge das Wachstum bremsen. Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft deutlich gesenkt. Die Experten rechnen wegen der Folgen des Irankriegs nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent für das laufende Jahr, wie sie heute in Berlin mitteilten. Für 2027 prognostizieren sie ein Plus von 0,8 Prozent. Im November war der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung noch von einem BIP-Wachstum von 0,9 Prozent in diesem Jahr ausgegangen. Die ohnehin schwache wirtschaftliche Entwicklung werde nun jedoch durch die Preissprünge bei Öl und Gas erneut gehemmt. Auch die Bundesregierung und die EU-Kommission hatten ihre Konjunkturprognosen für Deutschland zuletzt halbiert. Inflationsanstieg erwartet "Die durch den Irankrieg gestiegenen Energiepreise erhöhen die Inflation und reduzieren damit die Kaufkraft der privaten Haushalte", heißt es in der aktuellen Frühjahrsprognose der Wirtschaftsweisen. Die Inflation werde in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich auf 3,0 Prozent steigen und im Jahr 2027 nur leicht auf 2,8 Prozent zurückgehen. 2025 waren die Verbraucherpreise noch durchschnittlich um 2,2 Prozent gestiegen. "Die hohen Energiekosten belasten auch die Unternehmen, was die ohnehin rückläufige Industrieproduktion weiter verringert und die private Investitionstätigkeit hemmt", so die Experten weiter. Immerhin: Die öffentlichen Ausgaben aus dem Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur dürften das Wirtschaftswachstum etwas stützen. Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge dämpft Wirtschaftsaussichten Im Fokus des Frühjahrsgutachten steht darüber hinaus die Entwicklung der Sozialversicherungsbeiträge und dere...
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