Deutschland hat sich mit Kanada auf die Lieferung von jährlich einer Million Tonnen Flüssigerdgas (LNG) geeinigt. Dafür habe das bundeseigene Unternehmen Sefe eine Absichtserklärung mit dem kanadischen Unternehmen Ksi Lisims LNG unterzeichnet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Es handelt sich demnach um die erste langfristige LNG-Partnerschaft von Sefe mit einem kanadischen Lieferanten. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre beginnen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein. LNG ist ein fossiler Energieträger und nicht klimaneutral. Das Bundeswirtschaftsministerium weist jedoch daraufhin, dass das kanadische Projekt LNG zu den »emissionsärmsten LNG-Großprojekten weltweit« gehöre. Die Verflüssigungsanlagen würden vollständig elektrisch betrieben und mit erneuerbarer Wasserkraft versorgt. Entstehen soll das Exportterminal vor der Nordwestküste der kanadischen Provinz British Columbia. Sefe hieß früher Gazprom Germania Bundeswirtschaftsminin Katharina Reiche (CDU), sagte, die Vereinbarung sei »Ausdruck einer strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der Energieversorgung«. Durch eine engere Zusammenarbeit diversifiziere man Beschaffungswege und mache die Volkswirtschaften »widerstandsfähiger gegenüber globalen Risiken«. Sefe hieß früher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-05-27 17:56
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