EU-Chefdiplomatin droht Russland mit „verheerenden Konsequenzen“ bei Angriff auf Nato-Land

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Kaja Kallas verschärft den Ton gegenüber Moskau und warnt Russland vor den Folgen eines Angriffs auf ein Nato-Land. Zugleich macht die EU deutlich, dass sie vorerst keinen eigenen Russland-Gesandten benennt.Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland vor einem Angriff auf ein Nato-Mitglied gewarnt. „Ein Angriff auf die Nato hätte verheerende Konsequenzen für Russland“, sagte sie dem Magazin „Spiegel“. Kallas verwies auf „die permanenten Drohungen Russlands“, die sich zuletzt auch gegen ausländische Diplomaten gerichtet hätten. Das zeige vor allem eines: „Russland ist in diesem Krieg in einer Sackgasse angelangt. Nun will Moskau zeigen, dass es die Macht hat, Menschen zu terrorisieren: mit Angriffen auf Zivilisten in der Ukraine, aber auch mit Drohungen gegen andere Staaten“, sagte Kallas. „Wenn Moskau eines dieser Länder bedroht, bedroht es die Nato als Ganzes“, betonte sie.Mehr von WELT in der Google-Suche: WELT als Medium bevorzugenKallas warnte vor russischen Ablenkungsmanövern bei möglichen Verhandlungen. „Wenn Russland vorgeben will, wer als Verhandler überhaupt infrage kommt, will es uns in eine Falle locken: Moskau will, dass wir über Personalien sprechen statt über Inhalte“, sagte sie mit Blick auf den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, nach dem der frühere Kanzler Gerhard Schröder eine Rolle spielen könnte. Kallas zufolge hat sich Putin „verkalkuliert“: „Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hoffte er anderthalb Jahre lang, die Ukraine in Verhandlungen auf dem Silbertablett serviert zu bekommen.“ Putin habe jedoch feststellen müssen, dass er „die Rechnung nicht ohne die Ukraine und die Europäer machen kann“.EU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennenDie EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten d...

First seen: 2026-05-28 06:02

Last seen: 2026-05-28 08:05