Vor der nächsten kniffligen Aufgabe im Playoff-Halbfinale sieht sich Alba Berlin klar in der Außenseiterrolle. Am Samstag starten die Berliner in der Max-Schmeling-Halle gegen Brose Bamberg (16.30 Uhr/Dyn) in die Best-of-Five-Serie. «Ich kann mir gerade keinen schlechteren Gegner vorstellen», sagte Sportdirektor Himar Ojeda nach dem hart erkämpften 98:89-Heimerfolg im Entscheidungsspiel der Viertelfinalserie gegen Rasta Vechta. Denn die Bamberger sind in der Basketball-Bundesliga so etwas wie die Mannschaft der Stunde. «Sie sind mit Vechta zusammen das aktuell formstärkste Team der Liga. Wir haben den schlimmsten Weg in den Playoffs», sagte deshalb Ojeda. Die Franken haben ihre letzten zehn Spiele allesamt gewonnen, gingen im Viertelfinale gegen den bisherigen Vizemeister ratiopharm Ulm glatt mit 3:0 durch. Alba hat noch Pokal-Rechnung offen Überhaupt gab es seit Mitte Januar nur drei Niederlagen. Zwei davon aber ausgerechnet gegen Alba. «Die spielen in dieser Saison gegen waren sehr merkwürdig», sagte der zuletzt wiedererstarkte Spielmacher Martin Hermannsson. Daheim gewann Alba nach Verlängerung, auswärts auch – trotz zahlreicher Ausfälle. Aber im Pokalfinale Ende Februar verloren die Berliner knapp 72:74 gegen diese Bamberger. Angesichts des Pokalsieges und der Formstärke sieht Hermannsson die Rollen klar verteilt. «Ich denke, wir sind der Underdog in dieser Serie», sagte der Isländer. Aus dem Viertelfinale, in dem sie schon kurz vor dem Aus standen, geht Alba aber mental gestärkt in die Duelle mit Bamberg. «Mit extrem viel Selbstvertrauen und ein bisschen mehr Ruhe. Dass man weiß, dass man immer zurückkommen kann», sagte Kapitän Jonas Mattisseck. Mit dem Halbfinale habe sich die Mannschaft zudem selbst belohnt. «Für die Arbeit, die in der ganzen Saison, investiert wurde», sagte Ojeda. «Und diese Mannschaft hört niemals auf zu kämpfen. Das ist ein Segen», führte er fort. © dpa-infocom, dpa:260528-930-139198/1
First seen: 2026-05-28 08:05
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