Brüssel hat strenge Emissionsziele formuliert und schränkt die Nutzung von Verbrennern ein. Nun beschweren sich die Beamten aus dem Spitzenteam von EU-Chefin von der Leyen. Der ungarische Kommissar soll einen Plan B entwickelt haben.EU-Kommissare sind verärgert: Auf dem Weg von Brüssel nach Straßburg müssen ihre Dienstwagen an einer Raststätte in Luxemburg zum Laden halten. Ihre Batterien schaffen die 440 Kilometer lange Strecke offenbar nicht zuverlässig.Der Ladestopp am Straßenrand sorgt in Teilen des Spitzenteams von Ursula von der Leyen zunehmend für Unmut. Das sagten Mitarbeiter aus drei Kommissarskabinetten „Politico“, das wie WELT zum Axel Springer Global Reporters Network gehört. Die grüne Dienstwagenflotte der EU-Kommission hat demnach Mühe, die regelmäßige Fahrt zum Europaparlament ohne Unterbrechung zu bewältigen. Die Fahrzeuge, die Kommissionspräsidentin von der Leyen und ihre Kommissare zu offiziellen Terminen bringen, müssen unterwegs für rund 20 bis 30 Minuten an die Ladesäule. Aus der ohnehin langen, etwa fünfstündigen Fahrt wird so ein noch zäherer Trip, berichteten Mitarbeiter aus insgesamt acht Kabinetten.Lesen Sie auchWeltplus Artikel6000 Euro FörderungDie Klagen ähneln den Argumenten politischer Gruppen und Branchenvertreter, die der Kommission vorwerfen, die grüne Transformation schneller voranzutreiben, als es Verbrauchergewohnheiten und Ladeinfrastruktur zulassen. Die Kommission wollte den Verkauf neuer Verbrenner ursprünglich ab 2035 auslaufen lassen. Vertreter der Autoindustrie und ihre politischen Unterstützer verweisen jedoch seit Jahren darauf, dass weder Infrastruktur noch Kaufverhalten diesem Zeitplan folgen. Verbraucher nennen die Sorge um die Reichweite häufig als zentralen Grund, kein Elektroauto zu kaufen.Inzwischen hat Brüssel die Emissionsziele für europäische Autohersteller angepasst: Auch nach 2035 sollen alle Antriebsarten möglich bleiben, solange Hersteller Klimakompensationen umsetzen. Bei den eigenen Mitarbeitern ist diese ...
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