Vor dem Ausbau der Strecke Angermünde-Stettin hat das Brandenburger Landesamt für Denkmalschutz einige «herausragende» historische Funde gemacht. Es gehe vor allem um die Grabungen entlang der Strecke bei Luckow und Casekow (beide Landkreis Uckermark), sagte Archäologe Michael Müller. An den Orten hätten sich unter anderem zahlreiche Gräber gefunden mitsamt Grabbeigaben. Dolchklingen, Schmuck und Tasse: Zig Grabbeigaben gefunden Es sei das größte Gräberfeld der frühen Bronzezeit (zwischen 2200 und 2000 v. Chr.), das jemals in Brandenburg gefunden worden sei, betonte Müller. In Gräbern befanden sich demnach Dolchklingen, Pfeilspitzen, eine Tasse, Keramikgefäße und Gegenstände, die als Werkzeug oder Statussymbol genutzt wurden. Insgesamt konnten 31 Bestattungen freigelegt werden, darunter 30 Skelettgräber sowie eine Brandbestattung. Die Toten waren überwiegend in für die Zeit typischer Hocklage auf der rechten Körperseite mit Süd-Nord-Ausrichtung und dem Kopf im Osten niedergelegt worden. Seit 2020 habe das Landesamt die Flächen untersucht, führte Müller aus. Mit Drohnen sei das Areal abgeflogen worden, es wurden Luftaufnahmen gemacht und ein Scanner tastete die Oberfläche ab. «Aus diesen Daten können wir den Bewuchs rausrechnen und eine Idee von der Oberfläche bekommen», erklärten die Archäologen. Ab 2022 liefen dann die Hauptuntersuchungen. Was passiert nun mit den Funden? Die Funde sind Landeseigentum. Es folgen Ausgrabungsberichte und es werden naturwissenschaftliche Proben durchgeführt. Erst später könnten die Gegenstände etwa ausgestellt werden. Wo, ist noch unklar. © dpa-infocom, dpa:260528-930-141756/1
First seen: 2026-05-28 14:12
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