Die Löhne der Arbeitnehmer in Deutschland steigen deutlich. Die Ausgaben des Sozialstaats steigen allerdings noch stärker. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, gaben Steuer- und Beitragskassen 2025 insgesamt 751,2 Milliarden Euro für sogenannte monetäre Sozialleistungen aus. Das waren 41,7 Milliarden Euro oder 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Nominallöhne der Arbeitnehmer stiegen im gleichen Zeitraum um 4,2 Prozent, wie weitere Daten zeigen.Beide Größen legten auch inflationsbereinigt deutlich zu, denn der Anstieg der Verbraucherpreise fiel mit 2,2 Prozent geringer aus. Die Sozialausgaben stiegen zugleich etwas stärker als die Gesamtausgaben des Staates. Letztere erhöhten sich, nicht zuletzt infolge der neuen Schuldenprogramme, um 5,7 Prozent auf gut 2250 Milliarden Euro. Die monetären Sozialleistungen, von Bürgergeld bis Rente, machten ein Drittel aller Staatsausgaben aus.Kostenschub durch Anstieg der ArbeitslosigkeitEinen besonders starken Kostenschub verursachte 2025 der Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Ausgaben für Arbeitslosengeld erhöhten sich um 19,1 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro, wie die Daten zeigen. Die Ausgaben für Wohngeld erhöhten sich sogar um 26,7 Prozent; allerdings zählt dieser Mietkostenzuschuss für Geringverdiener mit zuletzt insgesamt fünf Milliarden Euro zu den kleineren Ausgabenpositionen.Die Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung stiegen derweil um 23,2 Milliarden Euro oder 5,9 Prozent auf 417,9 Milliarden Euro. Sie sind der mit Abstand größte Block der monetären Sozialausgaben. Zugleich erhöhten sich die Ausgaben für öffentliche Pensionen um 5,1 Prozent auf 95 Milliarden Euro.Die Gesundheitsausgaben hingegen, die sich ebenfalls auf dreistellige Milliardenbeträge summieren, schlagen in dieser Statistik nur mit geringen Anteilen zu Buche. Das liegt daran, dass sie überwiegend als Sachleistungen erbracht werden, also nicht „monetär“. Die Ausgaben für Pflegegeld der Pflegek...
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