„Ich möchte gestalten, nicht nur reagieren“ – Hamburgs neue Beauftragte setzt klare Ziele

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Antisemitismus an Schulen, Hass auf TikTok und mehr Sichtbarkeit jüdischen Lebens: Hamburgs neue Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez benennt ihre Schwerpunkte. In einer umstrittenen Frage stellt sie sich zudem gegen den Kurs des Senats.Seit drei Wochen ist Hamburgs neue Beauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus, Anna von Villiez, im Amt. Am Dienstag stellte sie sich und die Pläne für ihre Amtszeit erstmals einer größeren Öffentlichkeit vor. Dabei machte die 51 Jahre alte Historikerin deutlich, dass sie Schwerpunkte ihrer Arbeit bei Schulen, Hochschulen und im Kampf gegen Antisemitismus im Internet sieht. Im Rathaus kündigte sie an, nicht nur auf Antisemitismus reagieren zu wollen – wie sie das in der vergangenen Woche im Vorfeld eines umstrittenen DJane-Auftritts getan hatte. Ihr Ziel sei es vielmehr, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Antisemitismus in Hamburg „langfristig und messbar“ zurückgehe.„Mein Ziel wird es nicht sein, Antisemitismus zu verwalten und immer auf Vorfälle zu reagieren, sondern ich möchte auch gestalten“, sagte von Villiez, die im Hauptberuf die Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule ist. Hamburg habe bereits mit seiner Landesstrategie gegen Antisemitismus einen Rahmen geschaffen. Dieser müsse nun mit Leben gefüllt werden.Besondere Sorgen bereiten der 51-Jährigen antisemitische Einstellungen unter jungen Menschen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit werde deshalb das Bildungswesen sein. Jüdische Schüler sowie Studierende müssten besser geschützt werden. Gleichzeitig gehe es darum, Antisemitismus „in den Köpfen und in den Herzen der nichtjüdischen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer“ zurückzudrängen.Von Villiez sprach sich für mehr Bildungsangebote zur Extremismusprävention aus. Zudem müsse die Sensibilität für Antisemitismus in der Lehrerausbildung stärker verankert werden. Auch die geplante Bildungsstätte gegen Antisemitismus müsse zügig vorangebracht...

First seen: 2026-07-21 21:33

Last seen: 2026-07-22 04:36