„Jüdische Unruhestifter“ sprengten das beste Hotel Jerusalems

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Summary

Eine radikalzionistische Terrorgruppe verübte am 22. Juli 1946 einen Bombenanschlag auf das Hotel „King David“. 91 Menschen starben. Die Empörung über die brutale Tat des Irgun-Chefs Menachem Begin wirkte lange fort.Ein Wunder – anders konnte man es sich nicht erklären. Obwohl Sir John Shaw, der stellvertretende Hohe Kommissar für das britische Mandatsgebiet Palästina, während des Attentats an seinem Schreibtisch im vierten Stock des Hotels „King David“ in Jerusalem saß und arbeitete, entging er dem Tode. Angesichts der Wucht der Detonationen, die fünf Stockwerke desselben Gebäudeflügels einstürzen ließen, war das tatsächlich nur durch ein Wunder erklärbar.Hier, im „ersten Haus“ der drei verschiedenen Religionen Heiligen Stadt, saßen bis zum 22. Juli 1946 sowohl die wichtigsten Dienststellen der Mandatsgebietsregierung als auch der britischen Streitkräfte. Und ausgerechnet hier schlugen radikale jüdische Terroristen zu.Längst war Großbritannien das Mandatsgebiet leid, das auf ein geheimes Abkommen mit Frankreich über die Aufteilung der ehemals osmanischen Provinzen in der Levante von 1916 zurückging. Doch aus der dem Völkerbund gegebenen Verpflichtung kam die Regierung Seiner Majestät König Georges VI. nicht einfach so heraus.Großbritannien verfluchte bald den Wunsch, Palästina als Mandatsgebiet zu bekommen, denn immer wieder gab es Ausschreitungen. 1936/37 hatte die Weltmacht erstmals versucht, das Problem Palästina durch eine Zweistaatenlösung für (vorwiegend, aber nicht ausschließlich aus Europa eingewanderte) Zionisten einerseits und Araber andererseits loszuwerden. Doch der Vorschlag einer damit beauftragten Kommission scheiterte an arabischem Widerstand.Nach Kriegsende 1945 gehörte Palästina neben Indien zu den größten Baustellen der Weltpolitik – dabei wollten eigentlich alle nur endlich Ruhe. Oder genauer: fast alle. Doch gegen den nach dem nationalsozialistischen Massenmord an sechs Millionen europäischen Juden (den Begriff „Holocaust“ dafür gab es zwar sch...

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