Sozialausgaben steigen weiter – fast jeder dritte Euro für Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Rente

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Die Sozialausgaben erreichten 2025 rund 1,43 Billionen Euro und damit den zweithöchsten Anteil an der Wirtschaftsleistung seit 1960. Nur beim Bürgergeld gingen die Kosten zurück.Die Sozialausgaben in Deutschland sind 2025 auf rund 1,43 Billionen Euro gestiegen. Damit wurden 32 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung für Renten, Gesundheit, Pflege und weitere Sozialleistungen ausgegeben, wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen Bericht des Bundesarbeitsministeriums für das Sozialbudget 2025 meldet. Es sei der zweithöchste Wert seit Beginn der Statistik im Jahr 1960. Lediglich zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 sei der Anteil höher gewesen.Den größten Anteil machten Leistungen für ältere Menschen aus. Renten, Pensionen, betriebliche Altersversorgung und die Pflege von Senioren standen demnach für 35,9 Prozent aller Sozialausgaben. Allein die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhten sich um 5,8 Prozent, vor allem wegen der Rentenerhöhung.Lesen Sie auchWeltplus ArtikelGesundheitsreformBesonders stark stiegen laut dem Bericht die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Sie lagen fast 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Als Gründe nennt die Zeitung die wachsende Zahl der Arbeitslosen und den höheren Anteil von Menschen, die zuvor in gut bezahlten Berufen, etwa in der Industrie, beschäftigt waren und entsprechend mehr Arbeitslosengeld beziehen.Auch die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung legten mit 7,7 Prozent deutlich zu. Bei der staatlichen Pflegeversicherung betrug der Anstieg 11,2 Prozent. Unter Einbeziehung der privaten Versicherungen floss damit mehr als jeder zehnte in Deutschland erwirtschaftete Euro in Gesundheit und Pflege.Lesen Sie auchWeltplus ArtikelFinanzminister KlingbeilWeltplus ArtikelSPD-PläneBeim Bürgergeld gingen die Ausgaben dagegen erstmals seit 2019 zurück. Im Jahresvergleich gab es rund 91.000 weniger erwerbsfähige Leistungsbezieher. Einschließlich der Kinder sank die Gesamtzahl um etwa 185.000. Der Finanzwissen...

First seen: 2026-07-23 06:57

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