Firmen und Privatpersonen, die Opfer einer Ransomware-Attacke geworden sind, sollten den Angreifer:innen kein Lösegeld zahlen. Das wird im Normalfall fällig, wenn die Betroffenen wieder Zugriff auf ihre von den Cyberkriminellen verschlüsselten Daten haben oder die angedrohte Veröffentlichung sensibler Daten im Dark Web verhindern wollen. Ransomware-Opfer sollen nicht zahlen Behörden und Sicherheitsforscher:innen raten von einer Zahlung ab, um die Täter:innen nicht für weitere Angriffe zu motivieren. Außerdem werden Lösegelder häufig zur Finanzierung neuer Attacken genutzt. Ein Bericht von Proofpoint liefert jetzt einen weiteren wichtigen Grund, die Zahlung zu verweigern. Denn die Angreifer:innen geben sich in vielen Fällen mit dem Lösegeld nicht zufrieden. Top-Artikel Wie eine Umfrage unter knapp 1.000 Sicherheitsexpert:innen in zwölf Märkten ergeben hat, haben 54 Prozent der von einem erfolgreichen Ransomware-Angriff betroffenen Unternehmen Lösegeld bezahlt, um wieder an ihre Daten zu kommen. Bei 37 Prozent davon, also mehr als jeder dritten zahlenden Firma, haben die eigentlich schon bezahlten Angreifer:innen eine weitere Zahlung verlangt. Erpresser mit Einmalzahlung nicht zufrieden Proofpoint zufolge haben sich Ransomware-Angriffe von einem einmaligen Ereignis, bei dem Angreifer:innen nach der Lösegeldzahlung den Zugang zu den Daten wiederherstellen, zunehmend zu einem fortlaufenden Verhandlungsprozess entwickelt. Die Angreifer:innen verfügen demnach nach einmaliger Zahlung über mehrere Druckmittel: die anhaltende Verschlüsselung, gestohlene Daten und die Drohung mit Veröffentlichung. Der Bericht zeigt übrigens auch, dass bösartige Links, die zu Phishing-Seiten führen oder Malware-Downloads zur Folge haben, das häufigste Einfallstor für die Malware-Attacken sind. 47 Prozent der Vorfälle begannen damit. Empfohlene redaktionelle Inhalte Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inh...
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