© Marcus Glahn für ZEIT ONLINE Jede Zeit kennt ihre eigene Leitkunst. Lange war es die Literatur, die unsere Diskurse prägte, es waren Schriftsteller, die sich einmischten in politische Debatten. Dann übernahm das Theater diese Rolle, später der Film. Und im 21. Jahrhundert? Ist unsere Leitkunst die Comedy – das sagt der Feuilletonist und Autor Jens-Christian Rabe. In seinem neuen Buch Komisch – Satire, Comedy und der Ernst der Lage erzählt er davon, wie eine lange unterschätzte und geschmähte Form der Popkultur in den letzten 25 Jahren aufgestiegen ist zu einer Kunst eigenen Ranges – und wie Komiker die neuen Intellektuellen wurden. Was verrät dieser unaufhaltsame Aufstieg der Comedy über unsere Gegenwart? Und wann wird aus Comedy eigentlich Kunst? Geht es darum, dass der Komiker sich selbst verstrickt in die Pointen, die er reißt? Oder um die reine Lust am Unsinn? Das wollen die Podcasthosts Ijoma Mangold und Lars Weisbrod wissen. In dieser Spezialausgabe der Sogenannten Gegenwart sprechen die beiden mit ihrem Gast Jens-Christian Rabe über amerikanisches Stand-up, deutsches Kabarett und über die Schadenfreude, die vielleicht besser ist als ihr Ruf. Mit dieser Interviewfolge verabschiedet sich der Feuilletonpodcast in die Sommerpause – Die sogenannte Gegenwart kommt zurück am 7. September. Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de. Shownotes Unsere Folge über Louis C.K. aus dem Jahr 2022: Können Männer lustig sein? Das Buch von Jens-Christian Rabe (Suhrkamp Verlag): Komisch. Satire, Comedy und der Ernst der Lage
First seen: 2026-07-27 04:18
Last seen: 2026-07-27 07:21