Autoindustrie: Probleme China und Naher Osten: Audi kappt die Prognose

https://newsfeed.zeit.de/index Hits: 1
Summary

Audi kappt seine Prognose. Angesichts eines immer schwieriger werdenden Marktes in China und der Eskalation im Nahen Osten erwartet der Autobauer im laufenden Jahr weniger Umsatz und Rendite, wie er am Montag mitteilte. Der Gewinn im zweiten Quartal sank um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro nach Steuern. Die Zahlen betreffen Audi als Teilkonzern von Volkswagen - schließen also Lamborghini, Bentley und Ducati ein. Konkret erwartet Audi jetzt nur noch Umsätze zwischen 58 und 63 Milliarden Euro. Nach dem ersten Quartal lag die erwartete Spanne mit 63 bis 68 Milliarden noch um 5 Milliarden Euro höher. Zudem senkte Audi auch die Erwartung für die Rendite - zusammen würde das voraussichtlich auch einen niedrigeren Gewinn bedeuten. Weniger Einbruch als die Konzernmutter Der Rückgang beim Gewinn fällt allerdings vergleichsweise niedrig aus, wenn man ihn mit dem Einbruch um rund ein Drittel bei Konzernmutter Volkswagen im zweiten Quartal vergleicht. Bei Audi machen sich offenkundig bereits die Sparbemühungen bemerkbar. Zudem musste Audi dieses Jahr weniger Geld für Restrukturierungen zurückstellen als vergangenes Jahr. Zudem hofft Finanzchef Jürgen Rittersberger auf Verbesserungen im zweiten Halbjahr. Unter anderem durch neue Modelle und geringere Kosten. Zudem sei das zweite Halbjahr traditionell das stärkere, sagte er. China Geschäft trägt nur noch wenig zum Ergebnis bei Treiber der Krise ist unter anderem die Situation in China. Dort und in den USA verlor Audi zuletzt deutlich an Absatz. Zudem herrscht ein starker Preiswettbewerb. Das China-Geschäft, das bei Audi wegen der dortigen Joint-Ventures im Finanzergebnis verbucht wird, trug im ganzen ersten Halbjahr nur noch 73 Millionen Euro bei. Im Vorjahreszeitraum war es noch fast viermal so viel. Damit verschärft sich die Situation für den bereits von einem Sparprogramm betroffenen Autobauer. Das gilt umso mehr als die ebenfalls kriselnde Mutter VW über die Streichung von konzernweit weiteren Zehntausenden Stellen nach...

First seen: 2026-07-27 08:23

Last seen: 2026-07-27 08:23