Vor 2,5 Wochen wurde ein Radfahrer in Moorfleet von einem abbiegenden Lkw erfasst. Es war der erste Radfahrer, der in diesem Jahr in Hamburg ums Leben kam. Jetzt hat der Bezirk die Fahrbahnmarkierungen vor Ort erneuert. Am frühen Sonntagmorgen rückten Mitarbeiter der Firma „FMT“ an, die in der ganzen Stadt für die Instandhaltung von Fahrbahnmarkierungen eingesetzt werden. An dieser Stelle der Amandus-Stubbe-Straße war es zu dem Unfall gekommen. Es ist die Ein- und Auffahrt eines Betriebes, mitten im Moorfleeter Industriegebiet und in unmittelbarer Nähe zur A1. Markierungen abgefahren Die einstigen weißen Fahrbahnmarkierungen waren zuvor kaum noch zu erahnen; die vielen Lkw hatten sie abgefahren. Die Arbeiter zogen zunächst eine Linie, dann kam die Farbe und die Feinarbeit. Nach rund zehn Minuten war alles ausgehärtet. 60 Minuten nach Arbeitsbeginn wurden die Sachen wieder gepackt und eingeladen – an dem weißen Fahrrad („Ghost Bike“) vorbei, das nach dem Unfall dort aufgestellt worden war. In Gedenken an den 63 Jahre alten Mann, der ums Leben kam. Das könnte Sie auch interessieren: Wie viele Radfahrer müssen noch sterben? Dass die Linien am Sonntag gezogen worden, war geplant – denn am Wochenende findet dort kein Betrieb statt, die ersten Lkw kommen erst Montagmorgen an beziehungsweise fahren von dort ab. Wegen zeitlicher Differenzen war der Auftrag um eine Woche verschoben worden. Dass der Bezirk so schnell reagierte, ist nicht die Norm. Dass aber erst etwas passieren muss, damit Anpassungen getätigt werden, ist dagegen normal: So wurden kürzlich etwa die Radwege auf der Kreuzung in Farmsen-Berne rot angepinselt, wo vor über sechs Monaten eine Radfahrerin verstorben war. Eine Autofahrerin hatte sie beim Abbiegen erfasst, die 75-Jährige fiel auf den Asphalt und starb später an den Folgen einer Hirnblutung.
First seen: 2026-03-22 15:51
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