Die Nummer zwei im Superwahljahr Baden-Württemberg machte den Auftakt in diesem Superahljahr mit fünf Landtagswahlen. Nun ist Rheinland-Pfalz an der Reihe. Dort regiert die SPD seit 35 Jahren. Nach dem Rücktritt der gewählten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) stellt sich ihr Nachfolger, Alexander Schweitzer, erstmals dem Votum der Bürgerinnen und Bürger. Sein Herausforderer ist CDU-Partei- und Fraktionschef Gordon Schnieder – dem jüngeren Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ist. Beide Spitzenkandidaten liegen in Umfragen fast gleich auf, mit leichtem Vorsprung der Christdemokraten. Für die SPD im Bund wäre ein CDU-Wahlsieg eine herbe Niederlage – und ein weiterer Tiefschlag nach dem desaströsen Ergebnis in Baden-Württemberg. Schweitzer ist auch stellvertretender Bundesparteichef. Die Christdemokraten wollen nach Jahrzehnten in der Opposition unbedingt wieder die Macht in Mainz erringen – und brauchen Rückenwind für den Kanzler und die Regierungspolitik im Bund. Dass beide Berliner Regierungsparteien zum Erfolg verdammt sind, birgt Sprengstoff für die schwarz-rote Koalition, denn eine der beiden Parteien wird am Abend als Verlierer dastehen und doch sind CDU und SPD aufeinander angewiesen, sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Bund. Seit zehn Jahren regiert in Rheinland-Pfalz eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Nach dem Ampel-Aus im Bund hat diese Konstellation auch im Land kaum noch Chancen. Die Rheinland-Pfalz-Wahl ist noch lange nicht die letzte Wahl in Deutschland in diesem Jahr. Im Herbst werden die Menschen auch in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ihre Regierungen und Landesparlamente wählen. Anders als bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg vor zwei Wochen sind Menschen in Rheinland-Pfalz erst ab einem Alter von 18 Jahren zur Wahl aufgerufen.
First seen: 2026-03-22 15:52
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