analyse Verluste im Stammland SPD taumelt in die nächste Krise Stand: 22.03.2026 • 20:11 Uhr Nach der erschütternden Wahlniederlage in Baden-Württemberg verliert die SPD die Führung der Regierung in ihrem Stammland Rheinland-Pfalz. Die Partei stürzt immer tiefer in die Krise - mit Folgen für die Bundesregierung. Es sah bis zuletzt nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer und CDU-Herausforderer Gordon Schnieder aus. Doch die Hochrechnung bedeutet für die SPD eine klare Niederlage, mit der sie kaum gerechnet haben dürfte. Dabei haben nicht nur landesspezifische Themen eine Rolle gespielt. Auch die Performance der SPD im Bund ist für dieses Ergebnis kaum wegzudenken. Nach 35 Jahren hat die SPD nun eines ihrer sichersten Stammländer verloren. Bundespartei bietet keinen Rückenwind Die Bundes-SPD liegt in Umfragen seit Monaten weit unter 20 Prozent. Die Koalition wirkt bereits nach einem Jahr im Amt kraftlos, die versprochenen Reformen anzugehen. Große Strahlkraft für die Wahlkämpfer in Rheinland-Pfalz kam daher nicht aus Berlin. Eher im Gegenteil. Vielleicht war das ein Grund, warum zum wichtigen Wahlkampfabschluss in Landau nicht einer der Parteichefs Lars Klingbeil oder Bärbel Bas auftraten, sondern Schweitzers Vorgänger Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Energieschub bleibt aus Dieser Verlust kann die Partei in eine tiefe Krise stürzen. Dabei steckt den Sozialdemokraten im Bund noch die Wahl in Baden-Württemberg von vor zwei Wochen in den Knochen: Nur erschütternde 5,5 Prozent der Wähler konnte sie dort gewinnen - die gern zitierte Todeszone. Unter fünf Prozent wäre sie nicht mehr im Parlament vertreten gewesen. Seither befinden sich die Sozialdemokraten in einer Schockstarre. Sie hofften auf einen Energieschub aus Rheinland-Pfalz - doch das hat nicht geklappt. Für Klingbeil wird es eng Nun muss die SPD beantworten, wie es weitergehen kann. Es ist gut möglich, dass das beim Personal beginnt. Dem Parteivorsitzenden La...
First seen: 2026-03-22 19:54
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