„Wie Zombies laufen wir hier runter“ – In Israels meist beschossener Stadt

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Die israelische Stadt Ramat Gan ist einer der am meisten vom Iran attackierten Orte in Israel. Jede Nacht verbringen die Bewohner derzeit im Schutzraum oder Bunker. Ein Besuch vor Ort zeigt, was die Strapazen für die Menschen bedeuten – und wie sie zu dem Krieg stehen.In einem Bunker unter einem Haus in Ramat Gan versucht man die Kriegszeit mit Humor zu nehmen. Mit rund 180.000 Einwohnern gehört die Stadt östlich von Tel Aviv zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Israels – und zu denen, die am meisten vom Iran beschossen werden. Gerade gab es wieder Raketenalarm. Im Bunker ist Bewohner Sagi (45) trotzdem zu Scherzen aufgelegt.„Verdammt, wir sind nicht mehr alleine auf Platz eins“, sagt er. „Ich rufe in Teheran an und sage denen, sie sollen mehr zu uns schießen“. Er öffnet eine Webseite, auf der an diesem Freitagmittag Ramat Gan mit 121 Alarmen seit Kriegsbeginn den ersten Platz jetzt mit zwei weiteren Gemeinen in der Nähe teilt.Lesen Sie auchWeltplus ArtikelVergeltungsschläge auf IsraelDas Haus in der Einstein-Straße wurde vor dem Zweiten Golfkrieg (1990/91) gebaut, deswegen haben noch nicht alle Wohnungen einen eigenen Schutzraum. Seit Saddam Hussein damals seine ballistischen Raketen nach Israel schickte, müssen alle Neubauten solche Räume in jeder Wohnung haben.In dem älteren Gebäude pilgern die übernächtigten Bewohner stattdessen alle gemeinsam jede Nacht bis zu drei oder vier Mal in den Luftschutzbunker im Keller. „Wie Zombies laufen wir hier runter“, sagt ein anderer Bewohner. Wenn er könnte, würde er lieber in einem anderen Land leben, sagt er, weil er die ständigen Kriege müde sei. Er habe aber nur diesen einen israelischen Pass. „Und auch im Ausland gibt es immer mehr Antisemitismus. Was soll man machen?“Ein paar Kilometer entfernt von dem Haus ist vor wenigen Tagen ein Ehepaar bei einem Raketenangriff getötet worden. Der Mann in seinen 70ern war gehbehindert, er und seine Frau schafften es nicht schnell genug in den Schutzraum. An der Einschlagstelle d...

First seen: 2026-03-23 13:05

Last seen: 2026-03-23 14:05