Kulturstaatsminister: Buchenwald-Verbände fordern von Wolfram Weimer Verzicht auf Rede

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Zwei Buchenwald-Verbände haben Kulturstaatsminister Wolfram Weimer aufgefordert, auf einen Auftritt beim Gedenken zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers zu verzichten. Sie werfen dem parteilosen Politiker vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Der Zentralrat der Juden und der israelische Botschafter Ron Prosor stellten sich dagegen hinter Weimer. Auch der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, begrüßte Weimers geplante Teilnahme. Die Vorsitzende der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, Katinka Poensgen, und der Vorsitzende der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora, Horst Gobrecht, äußerten ihre Kritik in einem offenen Brief an Weimer. "Tatsächlich haben wir Sie und Ihre inhaltlichen Positionen in den vergangenen Jahren nicht so wahrgenommen, dass Sie sich mit dem Vermächtnis der Überlebenden von Buchenwald und anderer Lager positiv beschäftigt hätten", heißt es darin. In den beiden Verbänden sind Angehörige ehemaliger politischer Häftlinge des Lagers organisiert. Die Verbände monieren unter anderem, Weimer habe mehrfach das Zitat von Heinrich Heine "Der Taufschein ist die Eintrittskarte zur europäischen Kultur" benutzt. Es bedeute "für viele der ehemaligen Häftlinge des Lagers Buchenwald – und auch uns als Nachkommen und politischen Nachfolgern von Überlebenden, dass wir aus Ihrer Sicht nicht zum Bereich der europäischen Kultur gehören", heißt es in dem Brief. Leiter der Gedenkstätte begrüßt geplanten Auftritt Die Autoren nehmen auch Bezug auf die Kontroverse über Weimers Entscheidung, drei linke Buchläden wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste für den Deutschen Buchhandlungspreis streichen zu lassen. "Wir sind überzeugt davon, unsere Angehörigen hätten auch zum Kundenkreis der drei Buchläden gehören können. Bei Verhaftungen durch die Gestapo wurde bei ihnen nachweislich linke Literatur beschlagnahmt", schrieben die beiden Verbandsvorsitzenden. Ein Sprecher Weimers sagte, es sei nach w...

First seen: 2026-03-24 00:13

Last seen: 2026-03-24 01:14