Nach juristischer Schlappe Pentagon schiebt Journalisten in Nebengebäude ab Stand: 24.03.2026 • 10:39 Uhr Der Streit des US-Verteidigungsministeriums mit Journalisten geht in eine neue Runde. Ihre Arbeit im Pentagon-Hauptgebäude wird eingeschränkt. Kurz zuvor hatte ein Richter andere Restriktionen für verfassungswidrig erklärt. Das US-Verteidigungsministerium ändert nach einer juristischen Niederlage in einem Prozess gegen die New York Times die Regeln für Journalisten. Der bisherige Arbeitsbereich für Medienvertreter im Pentagon-Hauptgebäude werde geschlossen, erklärte ein Ministeriumssprecher. Stattdessen solle ein neuer Arbeitsbereich in einem Nebengebäude außerhalb des Pentagons entstehen. Journalisten sei auch nur noch Zugang zum Ministerium in Begleitung von "autorisiertem Personal" gestattet. Journalisten könnten von dem Nebengebäude aus arbeiten, "sobald es fertig ist". Der Sprecher machte keine Angaben dazu, wie lange dies dauern wird. Die Vereinigung der Pentagon Journalisten erklärte, die Ankündigung stelle einen klaren Verstoß gegen den Geist des Urteils der vergangenen Woche dar. Richter: Unliebsame Journalisten sollen aussortiert werden Das Pentagon wollte im Oktober die Pressefreiheit einschränken, dagegen hatte die New York Times geklagt. Die neuen Regeln sahen vor, dass das Pentagon die Akkreditierung von Reportern verweigern darf, die Informationen ohne Genehmigung des Ministeriums veröffentlichen - selbst wenn diese vorher nicht als geheim eingestuft waren. Journalisten, die diesen Vorgaben nicht zustimmten, mussten ihre Ausweise abgeben und ihre Arbeitsplätze im Pentagon räumen. Bundesrichter Paul Friedman erklärte die neuen Richtlinien für verfassungswidrig. Es gebe "unbestreitbare Beweise", die zeigten, dass die Regeln des Pentagon darauf abziele, "unliebsame Journalisten" auszusortieren und durch solche zu ersetzen, die "bereit sind, der Regierung zu dienen“.
First seen: 2026-03-24 10:24
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