Düsseldorf. Herr Gasche, in Ihrem beruflichen Profil listen Sie eine ganze Reihe von Qualifikationen und Mitgliedschaften auf. Für Außenstehende wirkt das zunächst ungewohnt umfangreich. Warum ist das notwendig? Das liegt in der Natur unserer Arbeit. Ein Ingenieur kann seine Konstruktionen zeigen, ein Architekt Gebäude. Wir Coaches haben keine greifbaren Produkte. Unsere Kompetenz muss sich also anders vermitteln – durch Zugehörigkeit zu renommierten Verbänden, durch fundierte Ausbildungen, durch Referenzen und publizierte Arbeitsproben. Wir nennen das: Kompetenzvermutung schaffen. Das wirkt manchmal wie Marketing, obwohl mir selbst das gar nicht liegt. Ich bin eher ein Coach im klassischen Sinne: zurückhaltend, den Raum öffnend, nicht im Mittelpunkt stehend. Aber in einer Branche ohne Berufsschutz und mit vielen schwarzen Schafen müssen die Seriösen zeigen, wofür sie stehen.
First seen: 2026-03-24 11:25
Last seen: 2026-03-24 13:28