Die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs zeigen einen deutlichen Effekt auf deutsche Unternehmen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 im Februar, wie das Münchner Ifo-Institut aufgrund seiner Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit Februar 2025. Die Firmen blickten demnach ähnlich skeptisch wie zuletzt auf ihre aktuelle Lage, bewerteten ihre Aussichten aber spürbar schlechter. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Im zu Ende gehenden ersten Quartal dürfte es dem Institut zufolge bestenfalls zu einem Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent kommen, dem im Frühjahr eine Stagnation folgen dürfte. In der zweiten Jahreshälfte sei dann wieder mit Wachstum zu rechnen, angetrieben von staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Aufrüstung in Milliardenhöhe. "Der Aufschwung verschiebt sich ein Stück nach hinten", sagte der Umfragechef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts, Klaus Wohlrabe. In der Industrie litten vor allem die energieintensiven Branchen wie Chemie und Kunststoffe unter gestiegenen Kosten. Bei den Dienstleistern ist der Bereich Transport und Logistik von höheren Benzin- und Dieselpreisen besonders betroffen. "Der Handel wiederum befürchtet einen Kaufkraftverlust seiner Kunden infolge einer höheren Inflation", sagte Wohlrabe. Auch im Tourismus sei demnach kein positiver Trend zu erwarten. Die Bauwirtschaft wiederum befürchte steigende Zinsen, was die Finanzierung von Bauprojekten teurer machen würde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-03-25 10:45
Last seen: 2026-03-25 11:46