Erste personelle Konsequenzen in Skandal um Berlin-Neuköllner Jugendclub

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Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendclub gibt es erste personelle Konsequenzen. Das bestätigte die zuständige Bezirksstadträtin Sarah Nagel (Linke) auf Nachfrage von WELT bei einem Hintergrundgespräch im Neuköllner Rathaus am Dienstag. Demnach wird eine Mitarbeiterin im Jugendamt versetzt. Näher wollte Nagel darauf nicht eingehen. Gleichzeitig sagte die Linken-Politikerin, dass die Aufklärung damit noch nicht abgeschlossen sei. Es werde weitere Konsequenzen geben. Die Linke-Politikerin erklärte, der Jugendclub bleibe vorerst geschlossen, wahrscheinlich bis zu den Sommerferien. „Eine Wiedereröffnung wird nur unter anderen Bedingungen und mit verändertem pädagogischen Konzept möglich sein“, sagte Nagel weiter. Aktuell finde auch eine Prüfung weiterer personeller Konsequenzen statt. In dem kommunalen Jugendzentrum soll im vergangenen Jahr ein Mädchen vergewaltigt worden sein. Von der Tat soll es von den Tätern angefertigte Videoaufnahmen geben. Mit diesen Videoaufnahmen sollen das Mädchen und auch ihre Schwester von den Tätern unter Druck gesetzt worden sein. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Tat berichtet und damit eine breite Debatte ausgelöst, auch weil die Zeitung berichtete, dass keine Anzeige erstattet worden sei, weil es sich bei den Tätern um arabische Jugendliche handeln soll. So sollte eine Stigmatisierung der Täter verhindert werden. In der eidesstattlichen Versicherung, deren Inhalt WELT bekannt ist, schildern Mitarbeiterinnen des Mädchentreffs detailliert den Umgang der Behörden mit den Vorwürfen. In einem Fall habe ein Mädchen etwa geschildert, über einen längeren Zeitraum in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums sexuell missbraucht worden zu sein. Zudem habe das Opfer angegeben, dass die Täter Videos von den Taten angefertigt hätten, mit denen es regelmäßig erpresst werde.Die Mitarbeiterin des Mädchenzentrums versichert zudem, dass die zuständige Sozialraumkoordinatorin, die für den Fall zuständig sei, eine Anzeige abg...

First seen: 2026-03-25 12:47

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