Castor-Transporte waren früher Volksfeste

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Ohne größere Zwischenfälle hat ein Castor-Transport zwischen Jülich und Ahaus stattgefunden. Diese Meldung sollte uns alle betroffen machen, denn sie zeigt, wie wenig begeisterungsfähig die Menschen, vor allem die jugendlichen Menschen gegenwärtig sind.Ein Castor-Transport war früher ein Event, ein Mega-Ereignis mit Volksfest-Charakter, an dem sich tausende Bürger beteiligten. Man kettete sich an Eisenbahnschienen, blockierte Straßen oder seilte sich von Brücken ab. Davon war diesmal nichts zu sehen. Das muss auch für die 2500 mitgereisten Polizisten eine große Enttäuschung gewesen sein. Es gab immerhin ein paar dünn besetzte Mahnwachen, aber nichts, was einen polizeilichen Einsatz gerechtfertigt hätte.So kann es nicht weitergehen. Die Regierung braucht dringend mehr Vorwände für Massenproteste, um von ihrer Politik abzulenken. Sie darf sich dabei nicht ausschließlich auf den Kulturstaatsminister verlassen. Große Empörung wäre aber programmiert, wenn Wolfram Weimer in einem Castor-Behälter zu ausgewählten Buchhandlungen in Göttingen oder Bremen reisen würde.

First seen: 2026-03-25 15:50

Last seen: 2026-03-25 18:53