Klingbeil zu Reformvorschlägen "Die Menschen sind bereit, Opfer zu bringen" Stand: 25.03.2026 • 20:26 Uhr Bundesfinanzminister Klingbeil will Menschen mit kleinen Einkommen entlasten. Um dies erreichen zu können, werden die Menschen insgesamt mehr arbeiten müssen, sagte er in den tagesthemen. Dies könnte vor allem Akademiker treffen. "Wir müssen uns nicht mehr in Grabenkämpfen die ganze Zeit erzählen, was alles nicht geht", macht Vizekanzler Lars Klingbeil im Interview mit den tagesthemen deutlich, nachdem er heute Vorschläge für umfassende Reformen vorgestellt hat. "Jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir den Aufbruch wagen müssen, Deutschland zu modernisieren." Im Mittelpunkt seiner Vorschläge steht die Entlastung kleinerer Einkommen. Diesen Menschen wolle er sagen: "Wir sehen, dass euer Leben anstrengender und teurer geworden ist. Wir sehen euch, wir wollen uns um euch kümmern." Dabei müsse es aber gerecht und ohne Willkür zugehen, so der SPD-Politiker. Beides sei eine Messlatte für den Erfolg der Reformen. "Wir werden mehr arbeiten müssen" Teil seiner Pläne ist eine Reform des Arbeitsmarktes. "Wir werden mehr arbeiten müssen", betont Klingbeil und orientiert sich damit an ähnlichen Vorschlägen der Union. Er habe diese Forderung in den vergangenen Wochen oft gehört, so Klingbeil. "Aber als ich dann gefragt habe, wie machen wir es konkret, dann kam immer weniger." Deshalb sei es wichtig, konkrete Vorschläge zu diskutieren. Zu den Reformen zählen unter anderem Maßnahmen, um Geflüchtete schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Außerdem soll das Ehegattensplitting abgeschafft werden. "Wenn wir sehen, dass heute ein großer Teil von Frauen sagt, es lohnt sich für uns gar nicht, zu arbeiten, weil es diese steuerlichen Fehlanreize gibt, dann ist das aus volkswirtschaftlicher Sicht falsch." Das Ehegattensplitting, manifestiere aber auch "ein Frauen- und Familienbild, dass überhaupt nicht meins ist", so Klingbeil. Es passe nicht zu einem "modernen Land wie Deutschland mit mod...
First seen: 2026-03-25 19:53
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