UN-Resolution zu Sklavenhandel "Schwerstes Verbrechen gegen Menschlichkeit" Stand: 26.03.2026 • 07:13 Uhr Jahrhundertelang wurden Afrikanerinnen und Afrikaner versklavt. Das sei das "schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit" gewesen, erklärt die UN-Generalversammlung. Nicht alle Länder stimmten für die Resolution. Über mehrere Jahrhunderte wurden Millionen Menschen brutal verschleppt und fern ihrer Heimat als Sklaven ausgebeutet. Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel jetzt als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" eingestuft. 123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution. Sie fordert unter anderem auch die unentgeltliche "unverzügliche und ungehinderte Rückgabe" von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer. Zudem solle es konkrete Schritte zur Wiedergutmachung geben, darunter finanzielle Entschädigungen, Schuldenerlasse und Entwicklungshilfe. Israel, USA und Argentinien stimmen dagegen Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Deutschland enthielt sich. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend, wird aber als historisch eingestuft. Der Handel mit versklavten Menschen aus Afrika und deren rassistisch begründete Versklavung sei "aufgrund des tiefgreifenden Bruchs in der Weltgeschichte, ihres Ausmaßes, ihrer Dauer, ihres systemischen Charakters, ihrer Brutalität und ihrer bis heute fortwirkenden Folgen" als das "schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bewerten", heißt es im Resolutionstext. "Der transatlantische Sklavenhandel war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das den Kern des Menschseins traf, Familien auseinander riss und Gemeinschaften zerstörte", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. "Um das Unentschuldbare zu rechtfertigen, schufen die Befürworter und Nutznießer der Sklaverei eine rassistische Ideologie - und verwandelten Vorurteile in eine Pseudowissenschaft." Resolution trifft auf US-Widerstand US-Vertreter Dan Negrea nann...
First seen: 2026-03-26 07:02
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