Wer vom transatlantischen Menschenhandel spricht, darf über den muslimischen nicht schweigen

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Die Vereinten Nationen haben eine Resolution zum Sklavenhandel verabschiedet, die sich auf jenen in Richtung Amerika konzentriert. Man kann diesen Teil der kommerzialisierten Unfreiheit von Menschen nicht seriös betrachten, ohne sich um weitere Aspekte zu kümmern.Mit getragenem Ernst ergreift die Vorsitzende der UN-Generalversammlung das Wort. Annalena Baerbock, ehemalige Bundesaußenministerin und 2025/26 auf eigenen Wunsch in New York aktiv, hat sich das Thema Sklaverei für ihre Ansprache ausgesucht. Verhandelt wird an diesem Mittwoch, dem 25. März 2026, im großen Saal des UN-Gebäudes am East River ein Resolutionsentwurf, den Ghana vorgelegt hat. „Der Sklavenhandel und die Sklaverei zählen zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen in der Geschichte der Menschheit“, sagt die Politikerin: „Ein Affront gegen die Grundsätze, die in der Charta der Vereinten Nationen und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.“In dem Resolutionsentwurf heißt es: „Über 400 Jahre lang wurden Millionen von Menschen aus Afrika verschleppt, in Ketten gelegt und in die Neue Welt verschifft, um dort unter sengender Hitze und Peitschenknallen auf Baumwollfeldern sowie Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen zu schuften.“ Der „Handel mit versklavten Afrikanern und die rassistisch motivierte Versklavung von Afrikanern“ stelle das „schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ in der Geschichte dar.Vor der Abstimmung warnt noch Botschafter Dan Negrea, der stellvertretende Repräsentant der USA in der Generalversammlung, mit deutlichen Worten. Der Entwurf sei „in unzähliger Hinsicht höchst problematisch“. Trotzdem nimmt die Generalversammlung mit 123 Ja-Stimmen den Resolutionsentwurf schließlich an; drei Länder – Argentinien, Israel und die USA – stimmen mit Nein; 52 Staaten enthalten sich. Auf der Website der Vereinten Nationen heißt es zum Ergebnis wörtlich: „Im Saal der UN-Generalversammlung brach am Mittwoch Applaus aus, als die Mitgliedstaaten eine Resolution verabschiedeten, in der der...

First seen: 2026-03-27 07:21

Last seen: 2026-03-27 09:22