Der SPD-Fraktionschef geht auf Distanz zum Kanzler: Matthias Miersch wirft Friedrich Merz vor, in der Debatte über Gewalt gegen Frauen ein grundlegendes Problem zu verkennen. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hält die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz über Zuwanderer in einer Debatte zu Gewalt gegen Frauen für unpassend. „Ich finde, das war keine adäquate Antwort des Kanzlers”, sagte Miersch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gewalt gegen Frauen müsse man breit betrachten, statt sie auf eine Bevölkerungsgruppe wie Migranten zu verkürzen. Merz: Äußerung sorgt für Ärger „Friedrich Merz verkennt da ein tieferes Problem: Gewalt gegen Frauen hat keine Herkunft oder Religion, sie ist ein Problem der Gesellschaft und muss auch so klar adressiert werden. Es geht um den Schutz der Opfer, egal wer der Täter ist”, sagte Miersch auf eine Frage nach seiner Bewertung der Aussagen des Kanzlers. Das könnte Sie auch interessieren: Die Weinerlichkeit des starken Geschlechts Merz hatte am Mittwoch im Bundestag gesagt: „Wir haben eine explodierende Gewalt in unserer Gesellschaft, und zwar im analogen wie im digitalen Raum, und dagegen müssen wir gemeinsam etwas tun.” Man müsse dann aber auch darüber sprechen, wo diese Gewalt herkomme, sagte er. „Und dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt.” Auch das gehöre zur Vollständigkeit des Bildes dazu. Linke und Grüne reagierten verärgert auf Merz‘ Worte. (dpa/mp)
First seen: 2026-03-27 14:26
Last seen: 2026-03-27 15:27