Vom Blumenladen zum Kult-Imbiss: 40 Jahre „Kleine Pause“ auf St. Pauli

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Summary

Bevor Currywurst über den Tresen ging, standen hier Blumen in Vasen. Die „Kleine Pause“ begann als kleines Floristikgeschäft – und wurde erst nach und nach zu dem, was sie heute ist: ein Kult-Imbiss, der seit Jahrzehnten fest zum Kiez gehört.Anfang der 80er Jahre arbeitet Sabine Clorius als Floristin im „Blumenhaus Buschner“. Als die Inhaberin verkaufen will, zögert sie zunächst. Ihr Mann Torsten, damals Maschinenschlosser im Hafen, erkennt die Chance und drängt auf Selbstständigkeit. Die beiden übernehmen den Laden – und stehen schnell vor einem Problem: Mit Blumen allein lässt sich das Geschäft kaum tragen.138 Mark am ersten Tag: Wie die „Kleine Pause“ zum Kult wurdeDie Wende kommt Mitte der 80er Jahre. Ein geplanter Imbisswagen scheitert an Genehmigungen, also wird kurzerhand der Laden umgebaut. Blumen auf der einen Seite, ein kleiner Imbiss auf der anderen. Es folgen Monate voller Umbau, Organisation und Unsicherheit. 1986 eröffnet schließlich die „Kleine Pause“ – unter schwierigen Bedingungen. Am ersten Tag nehmen die beiden gerade einmal 138 Mark ein. Sabine ist zu dieser Zeit hochschwanger, wenig später wird Sohn Patrick geboren. Das Leben spielt sich größtenteils im Laden ab. „Da war unser Wohnzimmer“, sagt Sabine rückblickend. Sabine und Thorsten Clorius Anfang der 80er Jahre in ihrem Blumenladen. Thorsten CloriusSabine und Thorsten Clorius Anfang der 80er Jahre in ihrem Blumenladen.Doch der Imbiss entwickelt sich besser als erwartet. Während das Blumengeschäft verschwindet, wächst die „Kleine Pause“ Schritt für Schritt. Sitzplätze kommen hinzu, die Küche wird erweitert, der Betrieb professionalisiert. Spätestens Anfang der 90er Jahre wird der Laden zu einer festen Größe auf dem Kiez. „Die Wende brachte die Wende“, sagt Sabine. Mit den neuen Gästen wächst auch die Stammkundschaft – viele kommen bis heute, inzwischen oft mit ihren Kindern oder Enkeln.Direkt, rau, verbindend: Das Prinzip des KultimbissesWas die „Kleine Pause“ prägt, ist dabei weniger das Ange...

First seen: 2026-03-28 07:36

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