Wie aus einer in der Fachzeitschrift AGU Advances veröffentlichten Studie hervorgeht, entfesseln Blitze auf dem Jupiter Energien, die jene auf der Erde um das Hundert- bis Zehntausendfache übersteigen. Einzelne Entladungen erreichen demnach eine Stärke von bis zu 10 Billionen Joule. Um diese Zahlen greifbar zu machen, ziehen Forscher:innen einen drastischen Vergleich heran. Ein einziger solcher „Superbolt“ entspricht der Sprengkraft von etwa 2.400 Tonnen TNT oder einem Sechstel der über dem japanischen Hiroshima abgeworfenen Atombombe. Da diese Entladungen in den gewaltigen Stürmen des Planeten mehrfach pro Sekunde auftreten können, setzt die Atmosphäre des Jupiters pro Minute die Energie mehrerer Nuklearwaffen frei. Diese Erkenntnisse verdanken wir der Juno-Sonde der US-Weltraumbehörde Nasa, die den Planeten seit einem Jahrzehnt umkreist. Das Wissenschaftsmagazin Science berichtet, dass die Messungen durch ein spezielles Mikrowellen-Radiometer (MWR) an Bord der Sonde ermöglicht wurden. Dieses Instrument kann die Radiowellen der Blitze selbst durch die extrem dichten Wolkenschichten hindurch lokalisieren und deren Stärke präzise bestimmen. Das Rätsel der Stealth-Superstürme Besonders aufschlussreich war die Beobachtung sogenannter „Stealth-Superstürme“ im Nordäquatorialgürtel des Planeten. Wie die US-amerikanische University of California, Berkeley meldet, nutzte das Team um den Planetenforscher Michael Wong eine seltene Phase atmosphärischer Ruhe, um einzelne Sturmsysteme isoliert zu untersuchen. Empfohlene redaktionelle Inhalte Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von TargetVideo GmbH auf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden. Inhalte anzeigen Hinweis zum Datenschutz Leider ist etwas schief gelaufen... A...
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