Die Bundesregierung hat nach langem internem Ringen eine Entscheidung über den Einstieg beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS getroffen. Sie will sich zunächst zu 40 Prozent an dem Panzerbauer beteiligen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Gleichzeitig will sie aber die Beteiligung „in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren“ auf 30 Prozent reduzieren.KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und dem französischen Unternehmen Nexter. Derzeit halten die Familien Bode und Braunbehrens die Hälfte der Anteile an KNDS, Frankreich die andere Hälfte.Nach Möglichkeit solle auch der französische Staat seinen Anteil von 50 Prozent an dem Unternehmen reduzieren, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Jedenfalls solle garantiert werden, dass für die deutsche und die französische Seite die gleichen Rechte etwa bei Standortentscheidungen gelten, auch wenn der deutsche Staat seine Beteiligung auf 30 Prozent absenkt. Von französischer Seite heißt es, dass man nicht bereit sei, parallel zu den deutschen Aktivitäten eine weitere Reduktion vorzunehmen. Allerdings ist man in Paris froh, dass in Berlin endlich eine Entscheidung über einen Einstieg des deutschen Staates gefallen ist.Börsengang soll im Sommer erfolgenDamit steht nun auch einem Börsengang nichts mehr im Wege. Das Unternehmen, dessen Wert Medienberichten zufolge auf 20 Milliarden Euro geschätzt wird, will im Sommer an die Börse gehen. Es soll eine doppelte Notierung in Frankfurt und Paris geben. Die Familien wollen dies zum Ausstieg aus dem Unternehmen nutzen. Über die Modalitäten des Einstiegs muss sich der Bund noch mit ihnen einigen. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es in Unternehmenskreisen. Innerhalb der Bundesregierung wird das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) für die Beteiligung zuständig sein. Zwischen Verteidi...
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