Prozess in Deggendorf: Frau muss wegen Giftmordes an Partner lebenslang ins Gefängnis

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Summary

Mit einer hochgiftigen Chemikalie hat eine Frau nach Überzeugung des Landgerichts Deggendorf ihren untreuen, dominanten Partner getötet. Für diese Tat ist die 53-Jährige zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt worden. Damit folgten die Richter weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert oder maximal eine Verurteilung wegen Totschlags gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.Das Gericht sah die Mordmerkmale der Heimtücke und Grausamkeit als verwirklicht an, jedoch nicht die vom Ankläger zusätzlich angenommenen niedrigen Beweggründe. Auf die von der Staatsanwaltschaft geforderte Feststellung der besonderen Schuldschwere verzichtete das Gericht. Die Angeklagte hatte die Tat bis zuletzt bestritten.In dem Indizienprozess sahen es die Richter als erwiesen an, dass die Frau ihrem Partner im Januar 2025 in einem Getränk oder Essen ein hochgiftiges Thallium-Sulfat verabreichte, das sie in der Ukraine bestellt hatte. Die Bestellung ließ sich in ihrem E-Mail-Verlauf nachvollziehen. Thallium ist eine farb-, geschmack- und geruchslose Chemikalie, die früher in Rattengift enthalten war.Zudem hatte die Angeklagte den Richtern zufolge auf ihrem Handy umfangreich zu Thallium sowie dessen Wirkungsweise recherchiert und dabei erkannt, dass eine solche Vergiftung – mit der qualvolle Schmerzen einhergehen – sicher zum Tod führen und kaum nachweisbar sein würde. Davon ausgehend, dass Thallium-Vergiftungen meist unentdeckt bleiben würden, habe sie sich dafür entschieden.Motiv sei gewesen, dass sich die Frau aus der unglücklichen Beziehung befreien wollte – ohne aber den Kontakt zu den Enkelkindern des Mannes zu verlieren, zu denen sie eine enge Bindung pflegte. Deshalb sahen die Richter nicht das Mordmerkmal der niederen Beweggründe als erfüllt an.Sämtliche andere Theorien zum Tod des Mannes hielt das Gericht für unplausibelDie Angeklagte sei von ihrem Partner betrogen und wie eine „Gouvernante“ behandelt worden, e...

First seen: 2026-05-22 11:17

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