Kommunen gegen das Artensterben Mehr Vielfalt vor der Haustür Stand: 22.05.2026 • 17:16 Uhr Biologische Vielfalt ist lebenswichtig für den Menschen. Um sie zu schützen, brauchen Kommunen Geld, Personal und politischen Willen. Im rheinland-pfälzischen Germersheim soll nun eine Biodiversitätsmanagerin helfen. Wenn Ines Schmauderer durch das rheinland-pfälzische Germersheim geht, schaut sie anders auf die Stadt als die meisten Menschen. Sie achtet auf die Pflanzen neben den Straßen oder ob und welche Tiere unterwegs sind. Ob Vögel zwitschern oder Insekten summen. "Ich bin in Germersheim immer mit dem Blick der Biodiversitätsmanagerin unterwegs", sagt sie. Seit Februar arbeitet die studierte Geoökologin als erste "kommunale Biodiversitätsmanagerin" in Germersheim. In den ersten Wochen war sie allerdings nicht nur draußen unterwegs, sondern viel in Meetings, um an Informationen zu kommen, sagt die 32-Jährige. Ihre Aufgabe: Sie soll dabei helfen, das Artensterben in der Stadt im südlichen Rheinland-Pfalz aufzuhalten. Denn eine hohe biologische Vielfalt ist auch für den Menschen wichtig: Sie versorgt uns zum Beispiel mit sauberem Wasser, frischer Luft und fruchtbaren Böden. Eine vielfältige Stadtnatur schafft auch eine lebenswertere Umgebung, schützt besser vor den Folgen des Klimawandels und bietet Platz für Tiere und Pflanzen. Im Gespräch mit der ARD-Klimaredaktion sitzt Schmauderer auf dem kleinen Platz vor dem Haus der Germersheimer Stadtverwaltung. Stauden blühen, Vögel zwitschern, ein kleiner Fluss fließt vorbei. Dazwischen stehen Spielgeräte für Kinder, ein Bücherschrank für Erwachsene. Könnte hier noch mehr für die biologische Vielfalt getan werden? "Mehr geht immer", sagt die Biodiversitätsmanagerin. Aber man müsse im Blick behalten, "dass die Flächen auch für andere Dinge zur Verfügung stehen müssen". Ines Schmauderer hat am Karlsruher Institut für Technologie Geoökologie studiert. Seit Februar arbeitet sie bei der Stadt Germersheim daran, das Artensterben vor Or...
First seen: 2026-05-22 15:21
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