Einspeisevergütung: Hausbesitzer dürfen auf längere Solarförderung hoffen

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Monatelang hat sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit Stromnetzbetreibern und der Erneuerbaren-Branche über den weiteren Ausbau des Netzes und von Wind- und Solarparks gestritten. Jetzt soll auf einmal alles ganz schnell gehen. Noch am späten Freitagabend verschickte Reiches Haus Referentenentwürfe zum Netzanschlusspaket und zum neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an Länder und Verbände, die nun noch bis Mittwoch die Gelegenheit haben, offizielle Stellungnahmen abzugeben. Die beiden für die Energiewirtschaft enorm wichtigen Vorhaben könnten dann noch am 29. Juli vom Kabinett und nach der Sommerpause im September vom Bundestag beschlossen werden.Insbesondere beim EEG drängt die Zeit, muss die neue Fassung doch noch von Brüssel beihilferechtlich genehmigt werden, damit sie wie geplant zum 1. Januar in Kraft treten kann. Der Gesetzentwurf ist besonders für Hausbesitzer, die über die Installation einer Solaranlage nachdenken, interessant. Reiche pocht weiterhin darauf, dass diese mittelfristig keine Einspeisevergütung für ihren erzeugten Strom mehr erhalten sollen. Stattdessen sollen sie den Ökostrom entweder mittels Heimspeicher selbst verbrauchen oder die Einspeisung stärker an Marktsignalen ausrichten.Stärkerer Fokus auf DirektvermarktungWeil es für die Direktvermarktung von kleinen Photovoltaikanlagen bislang aber nur wenige Anbieter gibt, die sich um den Verkauf des Stroms an der Börse kümmern, soll für diese Anlagen eine 36 Monate lange Übergangsfrist gelten und die Förderung währenddessen schrittweise abgesenkt werden. Derzeit beträgt sie für die kleinsten Anlagen 7,78 Cent je Kilowattstunde. Zudem soll Betreibern kleiner Anlagen der Wechsel in die Direktvermarktung vier Jahre lang mit einem speziellen Bonus schmackhaft gemacht werden. Volleinspeisung soll künftig gar nicht mehr gefördert werden.Teile der Branche bleiben trotz der Zugeständnisse skeptisch. „Eine stärkere Direktvermarktung kann nur funktionieren, wenn die Verteilnetzbetrei...

First seen: 2026-07-20 20:15

Last seen: 2026-07-24 06:15