Matthew Whitaker, der amerikanische Botschafter bei der NATO in Brüssel, hat fürwahr keinen einfachen Job. Donald Trumps gestörtes Verhältnis zum westlichen Militärbündnis ist hinlänglich bekannt. Whitaker ist stets bemüht, den transatlantischen Graben zu verkleinern.Kürzlich teilte er über die Plattform X mit, dass der Anstieg der NATO-Ausgaben ein Gewinn für die amerikanische Rüstungsindustrie sei. Auf dem Gipfel in Ankara seien kürzlich Geschäfte im Umfang von drei Milliarden Dollar verkündet worden, die US-Rüstungsunternehmen beträfen. Sodann: Die europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten würden der „defense industrial base“, dem industriellen Rückgrat der Bündnisverteidigung, auf beiden Seiten des Atlantiks einen Schub verleihen. Das sei eine Folge von Trumps Drängen, dass die Europäer ihre Verteidigungsausgaben erhöhen müssten.Der Anlass für den Beitrag Whitakers mehr als zwei Wochen nach dem NATO-Gipfel war nicht ganz klar. Die Beschaffungsfrage im Bündnis ist aber seit einiger Zeit zum Problem geworden. Washington verlangt von seinen Partnern, mehr Waffensysteme in den Vereinigten Staaten zu kaufen. Das war immer die andere Seite der Medaille von Trumps Forderung, die Ausgaben für Verteidigung zu erhöhen.Ärger über „Buy European“-KlauselnErst kürzlich hatte Elbridge Colby, der einflussreiche Staatssekretär im Pentagon, zu einem bemerkenswerten Rundumschlag ausgeholt. Derzeit werde viel Getöse um eine kollektive Strategie der Mittelmächte gemacht, schrieb er auf der Plattform X. Gemeint ist ein Zusammenrücken einer außeramerikanischen Kerngruppe der NATO infolge von Trumps regelmäßiger Untergrabung des Bündnisses. Im „Kriegsministerium“ in Washington mache man sich keine Sorgen, dass dies eine ernsthafte Möglichkeit sei, schrieb Colby. Eher bekümmere ihn, dass einige Verbündete daran glaubten und wertvolle Zeit, Geld und politisches Kapital verschwendeten. Externe Inhalte aktivieren Die amerikanische Regierung, so Colby weiter, gehöre der Denkschule de...
First seen: 2026-07-25 14:43
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