Pogačar überlässt Sieg: Der Mann in Gelb hat keinen Stierkampf nötig

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Summary

Tadej Pogačar ist der Mann, der die Tour de France beherrscht wie kaum ein Fahrer vor ihm. Er gewinnt die Frankreich-Rundfahrt zum fünften Mal. Er gewinnt Klassiker, Weltmeisterschaften und Rundfahrten reihenweise und fast nach Belieben. Er wird dieses Jahr wohl noch die Vuelta a España bestreiten, die Spanien-Rundfahrt, und selbstverständlich wird er auch dort auf keinen ebenbürtigen Gegner treffen. Er wird, so die Prognose, dann im nächsten Jahr noch einmal die Tour fahren und den nächsten Sieg anpeilen, dann 2028 in Los Angeles nach olympischem Gold greifen und in beiden Jahren noch versuchen, Paris–Roubaix zu gewinnen, den einzigen Klassiker, der ihm noch fehlt. Nach drei Wochen Tour de France meint man, diesen Ausnahmekönner auf den Spuren des großen Eddy Merckx verstanden zu haben. Der nächste „Kannibale“, der Allesfresser im internationalen Radkalender. Der Tyrann, der König, der Außerirdische. Doch so einfach ist es nicht.Man wird nicht schlau aus ihm.Er fährt alles in Grund und Boden. Die besten Kletterer der Welt verlieren Minuten. Weltmeister und frühere Tour-Sieger sehen gegen ihn gewöhnlich aus. Er beherrscht die Tour und ist doch kein Eddy Merckx, kein „Kannibale“. Merckx wollte alles gewinnen. Jede Etappe. Jeden Sprint. Jedes Rennen. Pogačar könnte das auch. Aber er tut es nicht. Er füllt seine Überlegenheit nicht mit Arroganz. Er ist großzügig. Verschenkt Siege und verzichtet auf Rekorde, die er jagen könnte. Schon auf der zweiten Etappe der diesjährigen Tour ließ er seinem besten Helfer im Team UAE, dem Mexikaner Isaac Del Toro, den Vortritt. Eine Geste, die Del Toro die Tränen in die Augen trieb. Es war sein erster Tour-Sieg bei seiner ersten Teilnahme. Ein Geschenk des Chefs, ein vorgezogener Dank für zurückliegende und kommende Helferdienste.Ein Geschenk des Chefs: Del Toro bedankt sich bei Pogacar.AFPPogačar kümmert sich um seine Leute. Rekorde laufen nicht weg. Helfer schon, wenn man sie nicht gut behandelt. Es war auch eine Verzichtserklärung ...

First seen: 2026-07-26 17:01

Last seen: 2026-07-27 09:24